Der ehemalige Klosterbauhof stellt eine signifikante Anlage im Zentrum der Stadt Ebersberg dar, der viele Besucher anzieht.

 

Das ehemalige Verwaltergebäude aus dem Jahre 1495 im Norden des Gebäudeensembles stellt sowohl denkmalpflegerisch als auch städtebaulich für den Klosterbauhof ein bedeutsames Gebäude dar. Es ist ein lang gestrecktes massiv errichtetes Gebäude mit Satteldach. Im Erdgeschoss des Ostteils sind noch spätmittelalterliche Bauteile vorhanden. Der Rest des Gebäudes stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

 

Im Rahmen von mehreren vorangegangenen Bauabschnitten wurde die Generalsanierung des ehemaligen Verwaltergebäudes zu einem Bürgerhaus mit Jugendcafe, Weinstube sowie mit Räumen der Volkshochschule und Musikschule durchgeführt. Dabei wurde der gesamte Dachraum für einen späteren Ausbau bereits vorbereitet.

 

Der durchgeführte Dachgeschossausbau stellt die Komplettierung der bereits seit 1992 in Planung befindlichen Generalsanierung dar. Es entstanden Räume für die Musikschule, sowie ein multifunktionaler Mehrzweckraum, der auch für Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen genutzt werden kann.

 

Um den imposanten, handgebeilten Dachstuhl in seiner gesamten Höhe von ca. 7,30m mit der vorhandenen Kehl- und Hahnenbalkenlagen erlebbar zu erhalten, wurde der Ausbau raumhaltig, mit Einbau von kleinen Galerien in der zweiten Dachgeschossebene vorgesehen.

 

Da die nutzbar gemachten neuen Räume künftig auch für öffentliche musikalische Aufführungen der Musikschule dienen sollen, wurde besonderes Augenmerk auf raumakustische und schalltechnische Verbesserungsmaßnahmen gelegt.

 

Die folgenden baulichen Maßnahmen wurden durchgeführt:

  • Erweiterung des Haupttreppenraums bis in das zweite Dachgeschoss mittels Stahltreppe und Einbau einer denkmalverträglichen Entrauchungsöffnung
  • Wände im ersten Dachgeschoss als geschlossene Trockenbauwände, in der oberen zweiten Dachebene (Spitzboden) mit div. Brandschutzverglasungen um die Großzügigkeit des Dachstuhls erlebbar zu machen
  • Einbau von Galerien in der zweiten Dachebene (Spitzboden)
  • Fassadenöffnungen wurden nicht verändert. Im Musikraum vorgenommene schalltechnische Verbesserungsmaßnahmen sind auf der Rauminnenseite erfolgt
  • Westgiebel mit außenliegender Fluchttreppe als Stahlkonstruktion
  • Brandschutztechnische Deckenertüchtigung und neue Fußbodenaufbauten mit Holzbodenbelägen
  • Einbau von mehreren WCs
  • Umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung von Raumakustik und Schallschutz
  • Einbau einer Brandmeldeananlage
  • Einbau neuer Elektroinstallationen
  • Einbau neuer HLS Installationen

Bauherr:

Stadt Ebersberg

Architekten:

PLANKREIS Architekten und Stadtplaner

Projektleitung und Planung:

Bettina Armbruster Architektin

Ausschreibung und Objektüberwachung:

Albrecht Schneiderhan Architekt

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