Das Rathaus in der oberen Altstadt von Neuburg an der Donau zählt zu den bedeutendsten Beispielen der architektonischen Spätrenaissance in Bayern und geht in seinen Ursprüngen zurück bis auf seine Erbauung in den Jahren 1603 bis 1609.

 

Es ist ein Teil des gestalterisch und städtebaulich herausragenden Ensembles rund um den Karlsplatz und geht zeitlich allen im italienischen Stil errichteten kommunalen Gebäuden voran (insbesondere den Rathäusern von Augsburg (1612-1620) und Nürnberg (1613-1619). Als Baudenkmal hat es einen überregionalen Stellenwert.

 

Die als sog. „kleine Lösung“ vom Stadtrat beschlossene Modernisierungsaufgabe sah den Erhalt der bestehenden Grundrissorganisation und die Beibehaltung des Sitzungssaales in seiner jetzigen Lage und Größe vor. Die strukturellen wie auch baulichen Eingriffe sollten so minimal wie möglich gehalten werden.

 

Dem entsprechend wurden die folgenden Maßnahmen geplant und deren Ausführung überwacht:

  • Bausubstanzsicherung in allen Bereichen
  • Fassadensanierung, Naturstein-, Putz- und Stuckarbeiten, Malerarbeiten
  • Erneuerung/ Ertüchtigung sämtl. Außentüren und Fenster z.T. Brandschutzfenster
  • Erneuerung Dachdeckung einschl. Unterkonstruktionen
  • Bauteiltemperierung zur Reduzierung der Mauerfeuchte
  • Dämmung der Decken über Fletz und zum nicht ausgebauten Dachraum
  • Behindertengerechter Zugang vom Karlsplatz
  • Einbau eines behindertengerechten Aufzugs mit massivem Schacht
  • Modernisierung/ Erweiterung Nebenraumzone mit WCs
  • Überarbeitung/ Ertüchtigung Treppenanlage Nordost
  • Einbau eines öffentlichen WCs und einer Behinderten WC- Anlage
  • Div. statische und brandschutztechnische Ertüchtigungsmaßnahmen
  • Einbau einer flächendeckenden Brandmeldeanlage
  • Nutzlast- Erhöhung der obersten Geschoßdecke auf 5,0 kN/m2 für eine eventuelle spätere Lagernutzung
  • Sanierung/ Ertüchtigung Decken, Überarbeitung sämtl. Bodenbeläge
  • Überarbeitung historisches Treppenhaus
  • Mauer- und Trockenbauarbeiten
  • Verputz- und Malerarbeiten
  • Überarbeitung/ Ertüchtigung und Neueinbau von Innentüren z.T. Brandschutztüren
  • Errichten von mehreren Technikzentralen
  • Erneuerung Installationen Haustechnik (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro)
  • Einbau eines im Brüstungsbereich umlaufenden Technikpaneels
  • Einbau sonstiger nutzungsspezifischer Ausstattungen
  • Modifizierung der Beleuchtungsanlagen
  • Neuerrichtung Außenanlage

 

Die erforderlichen Sanierungs- und Substanzsicherungsarbeiten wurden mit großer Rücksicht auf den denkmalpflegerisch wertvollen Gebäudebestand geplant und ausgeführt. Der Auftraggeberseitig eng gesteckte Kosten und Terminrahmen wurde exakt eingehalten.

Bauherr:

Stadt Neuburg an der Donau

Architekten:

PLANKREIS Architekten und Stadtplaner

Bäumler, Zagar, Armbruster, Brendel, Schneiderhan

Projektleitung und Objektüberwachung:

Albrecht Schneiderhan Architekt

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