Der Neubau des Rathauses ergänzt das Ensemble aus Kirche, Altem Rathaus und Schloß und fasst es zu einer einprägsamen Ortsmitte zusammen. Durch die Lage des Neubaus ergibt sich im 0sten der Kirche eine Platzerweiterung, die zusammen mit dem bestehenden Marktplatz eine spannungsreiche Folge von städtebaulichen Räumen bildet.

 

Der überdachte Eingangsbereich des Rathauses erweitert den neu geschaffenen Platzraum und integriert ihn in den Baukörper. Durch das Herausarbeiten von wichtigen Blickbezügen wird der Wert der historischen Bauwerke gewürdigt und gleichzeitig die städtebauliche Identität des Ortskerns gestärkt.

 

Die alte Bausubstanz des historischen Rathauses bleibt erhalten und wird mit neuer Funktion in das neue Rathauskonzept aufgenommen. Die öffentlichen Flächen um das entstehende Rathausensemble werden verkehrsberuhigt und durch neue Pflasteroberflächen aufgewertet.

 

Der Sitzungssaal wird im historischen Rathaus integriert, dessen freigelegte historische Bausubstanz als charakteristisches Gestaltungselement eingesetzt wird. Der Neubau ist über ein zweigeschossiges Glasfoyer angeschlossen, in dem die Fassade des alten Rathauses und die uneingeschränkten Sichtbezüge zu den historischen Nachbargebäuden ein interessantes Wechselspiel zwischen Innen- und Außenräumen ergeben.

 

Der neue Baukörper vereinigt die weiteren Funktionen des Rathauses auf drei Ebenen und verbindet sie auf kurzen Wegen. Warte- und Aufenthaltszonen geben Blicke in das Foyer, zum neuen Platz, zur Kirche und auf das Schloß frei. Die kompakte Bauform zitiert die Steildach- Haustypologie der Region und interpretiert diese durch eine reduzierte Formensprache neu.

 

Die Verwendung ortstypischer Materialien und die Maßstäblichkeit der verwendeten Gestaltungselemente fügen den Neubau in die umliegende Bebauung ein. Seine umlaufende Natursteinhaut, die gleichsam aus dem Sockel des alten Gebäudes herauswächst betont die Sonderfunktion des Gebäudes im Ort.

 

Massive Wände bilden das wirtschaftliche konstruktive Traggerüst. Die Anordnung der tragenden Elemente erleichtert eine eventuell später erforderlich werdende Nutzungsanpassung der Büroeinheiten.

Auslober:

Gemeinde Dörzbach an der Jagst

Architekten:

Martin Ilg, Klaus Beutler, Albrecht Schneiderhan

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